Aller Anfang ist schwer.


Was braucht man zum Anfang?

Natürlich erst einmal das Seil.


Es gibt natürlich sehr verschiedene Arten von Seilen.
Als erstes haben wir das Hanfseil,
dann die Jute seile, dies sind die Standard Seile im Bondage.
Es gibt auch noch ein paar Exoten im Bondage,
das ist z.Bsp. Kokkus Seil, Sisalseil oder Baumwollseil.
Die letzteren sind eher zum einfachen fesseln für Anfänger geeignet,
aber sind nicht für das richtige Bondage geeignet.


*von unten nach oben: Hanf, Jute, Synthetik, Baumwolle




So, da dies erstmal geklärt ist.
Welche Stärke und wie lang?


Es gibt natürlich auch wieder verschiedene Stärken und Längen von Seilen.
Die meist verbreitete Stärke liegt bei 5-6mm und die Länge 7-8m.
Dies sind so die Standard Längen und Stärken in Europa.
Es gibt natürlich auch Ausnahmen,
z.Bsp. in der Länge,
dort hat man auch öfters Längen von 3-4m,
diese kurzen stücke benutzt man gern zum anstückeln oder für Hand und Fuß Fesselung.


*von unten nach oben: 3mm, 5mm, 6mm




Jetzt haben wir die Sache mit dem Seil geklärt.
Aber was brauchen wir noch?

Das allerwichtigste ist einmal eine Rettungsschere und ein Seil Messer!


Diese Sachen brauchen wir,
falls es wirklich mal was schiefläuft und wir das Bunny schnell befreien müssen.




Und zum Schluss,
natürlich was zum Aufhängen.


Diese Sachen brauchen wir,





Was muss ich beachten



Bondage-Sicherheit


Bondage ist nie ganz ungefährlich, aber was kann man tun,
um die Sicherheit zu erhöhen und Risiken zu minimieren?
Vor, während und nach einer Bondage-Session gibt es einige Punkte, die beachtet werden sollten,
um Risiken auszuschließen bzw. die Gefahr zu minimieren oder im Ernstfall schnell reagieren zu können.


Vor dem Fesseln:

Das Wichtigste ist erstmal, auf den eigenen Körper zu hören, um herauszufinden, was dieser benötigt.
Bondage stellt hohe Anforderungen an den Körper und ist durchaus mit sportlichen Aktivitäten zu vergleichen.
Daher ist es wichtig, dass Rigger und Ropebunny nicht nur auf sich selbst,
sondern auch auf den Partner achten und sich ggf. vor einer Session nochmal gegenseitig fragen,
ob ausreichend gegessen/getrunken wurde und auch sonst alles in Ordnung ist.
Umgekehrt ist es allerdings auch nicht gut, zu viel zu essen oder zu trinken,
da dann Völlegefühle, Übelkeit oder übermäßiger Harndrang die Folge sein können.
Insbesondere bei einer Suspension kann dies dann sehr unangenehm werden!


Weiterhin ist es sinnvoll, sich ein wenig warm zu machen und Dehnübungen durchzuführen.
Da der Körper beim Gefesselt-Werden häufig sehr stark „verbogen“ wird,
kommt es sonst evtl. zu Überdehnungen oder Zerrungen.
Normalerweise genügen die Dehnübungen, die man vom Schulsport kennt.
Andernfalls liefert YouTube jede Menge entsprechende Übungen,
die man sich kostenlos ansehen und nachmachen kann.


Alkohol hat einen großen Einfluss auf den Kreislauf.
Einige Personen haben es sich zur Gewohnheit gemacht, erst einmal einen Schluck zu trinken,
um Hemmungen zu verlieren und sich einfacher fallen lassen zu können.
Dies kann aber mehr Risiken mit sich bringen, als auf den ersten Blick erkennbar sind.
Einerseits werden die Sinne des Ropebunnys unzuverlässig, was dazu führt,
dass gequetschte Nerven- und Blutbahnen nicht oder nur verzögert bemerkt werden.
Andererseits verliert auch ein Rigger unter Alkoholeinfluss die Kontrolle,
die bei jedem Handgriff vorhanden sein muss, da sich Alkohol stark auf die Reaktionszeiten auswirkt.
Zudem werden womöglich auch vermeintliche Kleinigkeiten vergessen,
die dann größere Probleme nach sich ziehen.


Absolut unverzichtbar ist ein Schneidewerkzeug für Seile! Falls mal etwas völlig schieflaufen sollte,
ist es extrem wichtig, dieses zur Hand zu haben.
Mindestens genauso wichtig ist aber auch, dass es seinen Zweck erfüllt!
Dazu muss das Messer oder die Schere gewisse Rahmenbedingungen erfüllen.
Andernfalls ist es nutzlos oder verschlimmert sogar noch die Situation.
Folgende Eigenschaften sollte das Werkzeug mitbringen:

⇒ Abgestumpfte Spitze oder gebogene Klinge wie z.B. wie bei einer Verbandsschere
⇒ Schmales bzw. flaches Klingenblatt, damit man unter die Seile kommt
⇒ Scharfe Klinge, damit die Seile auch schnell zerschnitten werden können
⇒ Schnelle Erreichbarkeit z.B. durch eine Gürteltasche


Sollte es an eine Suspension gehen, ist es sicherer,
die Hängevorrichtung und die Seile unmittelbar vor jeder Suspension erneut zu prüfen.
Auch wenn bisher nichts passiert ist, könnte ein Schaden vorhanden sein,
der dann zu einem spontanen Versagen führt.
Die Hängevorrichtung kann geprüft werden, indem man sich mit etwas Schwung daran hängt und möglichst viel wackelt.
Strapazierte Seile kann man normalerweise mit dem Auge erkennen.
Wenn die Fasern stark ausgefranst sind oder gar ein Strang bereits gerissen oder stark beschädigt ist,
darf das Seil auf keinen Fall mehr für eine Suspension benutzt werden,
da die Gefahr zu groß ist, dass es reißt.
Insbesondere die Mitte der Seile wird häufig belastet und sollte daher besonders geprüft werden.

Wichtiger Hinweis:
Baumwollseile, insbesondere solche ohne Seele, sollten nicht für Suspension verwendet werden.
Die Tragfähigkeit von Baumwollseilen variiert so stark, dass sie eigentlich von keinem Seilhersteller zuverlässig angegeben werden kann.
Außerdem ziehen sich die Knoten meist zu stark zusammen und sind dann kaum mehr zu lösen.
In einem Notfall wird das dann richtig gefährlich!


Beim Fesseln:

Eine gefesselte Person darf auf gar keinen Fall alleine gelassen werden.
Auch nicht für einen kurzen Moment und auch dann nicht,
wenn noch andere Personen im Raum sind, da oft nur die Person, die gefesselt hat,
auch weiß, wie die Fesselung möglichst schnell zu lösen ist.
Außerdem haben viele Menschen selbst im Notfall größere Hemmungen, Seile zu zerschneiden,
wenn es sich um fremde Seile handelt.
Wenn die Verantwortung dennoch auf eine andere Person übertragen wird,
sollten Rigger und Ropebunny dieser Person gleichermaßen hohes Vertrauen entgegenbringen können.
Solche Entscheidungen dürfen nicht ohne Zustimmung des Ropebunnys erfolgen!

Während der Session ist es wichtig,
dass Rigger und Ropebunny durchgehend kommunizieren können und dies auch möglichst oft tun,
damit die Session sofort beendet werden kann, wenn etwas nicht stimmt.
Allerdings würde dauerndes Nachfragen die Atmosphäre auch ziemlich stören.
Deshalb ist es ratsam, auf andere Kommunikationswege auszuweichen.
Eine einfache Methode ist z.B., dass der Rigger seine Hand nacheinander in jeweils eine Hand des Ropebunnys legt.
Dabei spürt er sofort, ob die Hände des Ropebunnys besonders kalt oder verschwitzt sind.
Dabei sollte das Ropebunny keine Taubheit spüren.
Vorher sollte außerdem noch abgesprochen sein, dass das Ropebunny einmal kurz,
aber kräftig zudrückt, wenn alles in Ordnung ist.
Bleibt der Druck des Ropebunnys aus, ist dies ein Zeichen dafür, dass irgendetwas nicht stimmt.
Wenn das Ropebunny in einem Dämmerzustand ist oder Probleme mit bestimmten Nerven hat, bleibt der Druck aus.
Das Ropebunny kann so auch willentlich kommunizieren, dass es sich unwohl fühlt.
Dies ist besonders dann sinnvoll, wenn mit einem Knebel gespielt wird.
Bei ausbleibendem Druck sollte aber dann auf jeden Fall kommuniziert werden, was gerade nicht in Ordnung ist.

Hinweis:
Die gleiche Technik funktioniert natürlich auch bei den Füßen.

Beim Fesseln an Objekte muss unbedingt darauf geachtet werden, was passiert,
wenn das Ropebunny einen Schwächeanfall erleidet,
ohnmächtig wird oder auch einfach nur mal das Gleichgewicht verliert.
Dies kann ausprobiert werden, indem das Ropebunny sich vorsichtig mehr und mehr in die Seile hängt,
um festzustellen, wo es wehtun könnte.
Sobald ein Körperteil irgendwo in der Luft hängt, spricht man von einer Semi-Suspension, also einer teilweisen Hängefesselung.
Und genau wie bei einer vollen Suspension entsteht auch hier ein höheres Risiko.
Wenn das Ropebunny beispielsweise die Arme hinter dem Körper nach oben gebunden bekommt (ein sogenannter Strappado)
und das Gleichgewicht verliert, können so die Schultern ausgekugelt werden oder schlimmeres.
Um dies zu vermeiden, ist es sinnvoll, den Oberkörper zusätzlich an dem gleichen Objekt zu befestigen.
Es ist dann immer noch schwierig, das Ropebunny wieder aus der misslichen Lage zu befreien,
aber der zusätzliche Halt bietet trotzdem etwas mehr Sicherheit vor Verletzungen.

Wichtiger Hinweis:
Selbstverständlich muss insbesondere in so einer Situation eine Schere oder ein Messer bereitliegen.
Zusätzlich sollte man sich aber auch schonmal Gedanken darüber machen,
wie man im Ernstfall das Ropebunny wieder auf den Boden bekommt, ohne es fallen zu lassen.


Auch bei besonders guten und weichen Seilen ist darauf zu achten, dass diese nicht zu schnell über die Haut gezogen werden.
Reibung erzeugt Wärme und bei schneller Reibung kann es zu Verbrennungen kommen (Seilbrand).
Bei einigen Seilarten geht das sehr schnell, bei anderen braucht es sehr viel Reibung.
Aber Reibung erhöht sich auch durch Druck und einige Hautbereiche sind empfindlicher als andere.
Deshalb ist nie verkehrt darauf zu achten, wo und wie schnell man Seile am Körper entlangzieht.
Auch wenn solche Verbrennungen normalerweise nicht gefährlich sind,
sind sie doch sehr unangenehm und schmerzhaft.

Häufig entsteht Seilbrand gerade in Situationen, in denen man nicht daran denkt.
Ein typisches Beispiel dafür ist das Lösen der Fesselung.
Manchmal aufgrund von Hektik, weil zum Beispiel ein Arm einschläft oder etwas anderes schiefgelaufen ist.
Manchmal aber auch einfach nur,
weil sich die Beteiligten in einem Endorphin Rausch befinden und die Welt um sich herum vergessen.

Wenn trotz aller Sicherheitsvorkehrungen doch mal etwas passiert,
ist das Wissen über Erste-Hilfe-Maßnahmen von sehr großem Nutzen.
In den allermeisten Fällen, in denen etwas schiefgelaufen ist,
sind es nur kurzzeitig taube Gliedmaßen, Blutstaus oder kleinere Schwächeanfälle aufgrund von Kreislaufproblemen.
Das alles ist oft damit erledigt, dass die Fesseln gelöst werden.
Wenn sich allerdings keine Besserung einstellt, sollte auf jeden Fall ein Arzt besucht werden!
Bei Kreislaufproblemen kann es helfen, die Füße hochzulegen. Aber auch hier gilt,
dass bei ausbleibender Besserung oder Verschlimmerung unverzüglich ein Arzt aufgesucht oder sogar gerufen werden sollte.

Wichtiger Hinweis:
Bitte habt keine Scheu, dem Arzt zu berichten, was passiert ist.
Dabei müsst ihr nicht unbedingt ins Detail gehen.
Ein Arzt sollte euch auch keinen Vortrag darüber halten,
dass man „so etwas“ nicht tut, sondern sein Bestes geben zu helfen.
Andernfalls sollte man in Zukunft lieber einen anderen Arzt aufsuchen,
statt Geschichten zu erfinden. Denn nur wenn der Arzt weiß,
was los ist, kann er auch effektiv helfen!


Quelle: www.nekobari.com




Nerven- und Blutbahnen



Nerven- und Blutbahnen


Bondage birgt immer die Gefahr, Nervenschäden zu verursachen.
Diese Gefahr kann man jedoch minimieren, wenn man weiß,
wo die Nerven in etwa verlaufen und in welchen Bereichen man vorsichtig sein muss.
Ein Blutstau ist dagegen weit weniger kritisch und wird normalerweise erst nach längerer Zeit gefährlich.

Wichtiger Hinweis:
Bitte beachtet, dass wir keine ausgebildeten Ärzte sind.
Wir können an dieser Stelle nur unsere persönlichen Erfahrungen wiedergeben.
Für konkrete Auskunft sollte unbedingt ein Arzt konsultiert werden!

Nerven reagieren sehr empfindlich auf Druck und noch empfindlicher auf Zerrungen.
Auf den zwei folgenden Bildern sind die Druckpunkte,
bei denen schnell ein Nerv abklemmt werden kann, rötlich markiert.

Ein abgedrückter Nerv äußert sich häufig (aber nicht immer)
durch ein Kribbeln in einem Bereich, zu dem der Nerv führt.
Wenn der Nerv sehr stark abgeklemmt wird,
kann der betroffene Körperteil auch völlig das Gefühl verlieren, ohne dass der/die Betroffene dies bemerkt.
Dabei kann aber beliebig viel Strecke zwischen der abgeklemmten Stelle und dem kribbelnden/tauben Körperteil liegen.
So deutet ein Kribbeln in der Hand nicht automatisch darauf hin, dass ein Seil am Handgelenk zu eng sitzt,
sondern dies kann auch beispielsweise durch ein Seil nahe der Schulter ausgelöst werden.
Ein leichtes Zurechtrücken der Seile kann hier schon Abhilfe schaffen.



Sobald der Druck nachlässt, kehrt das Gefühl normalerweise innerhalb einiger Sekunden langsam wieder zurück.
Dies kann erst zu einem verstärkten Kribbeln führen, welches sich dann langsam auflöst.
Sollten Schmerzen auftreten oder auch nach dem Justieren der Seile keine Besserung eintreten,
muss unmittelbar damit begonnen werden, das Ropebunny aus der Bondage zu befreien.
Normalerweise besteht hier zwar absolut kein Grund für Hektik, aber es sollte vermieden werden,
das Ropebunny länger als zwingend nötig in der Bondage zu halten.
Treten starke Schmerzen auf, ist allerdings Eile geboten.
Dennoch ist es wichtig, nicht in Panik zu geraten!
Ggf. kann es an dieser Stelle nötig sein, Seile zu zerschneiden.
Zögert bitte nicht, dies zu tun, wenn die Situation es erfordert!
Hält auch nach der Befreiung das Kribbeln/die Taubheit weiterhin an oder taucht gelegentlich erneut auf,
sollte dringend ein Arzt aufgesucht werden!



Ein weiteres Anzeichen für Druck auf einen Nerv ist der Kontrollverlust des betroffenen Körperteils.
Zum Beispiel, wenn der/die Betroffene keinen Druck mehr mit der Hand ausüben kann.
Auch dies sollte innerhalb kürzester Zeit wieder nachlassen.
Andernfalls auch hier bitte umgehend einen Arzt aufsuchen!

Ein Blutstau fühlt sich anders an und ist normalerweise auch weniger gefährlich, da die Zellen einige Minuten bis hin zu Stunden mit eingeschränkter Blutzufuhr auskommen können. Das Risiko von bleibenden Schäden oder der Bildung von Thrombosen (Klumpen im Blut, die Blutbahnen verstopfen können) erhöht sich allerdings mit zunehmender Dauer. Daher sollte auch ein Blutstau möglichst vermieden werden. Typischstes Anzeichen für einen Blutstau ist die dunkle Verfärbung der Haut. Vereinzelt kann es auch passieren, dass sich das betroffene Körperteil seltsam (wie beim Blutabnehmen) bzw. dick anfühlt oder wehtut. Tritt eine Verfärbung auf, ist dies normalerweise kein Grund, die Bondage sofort abzubrechen. Oft reicht es schon, den Sitz der Seile etwas zu korrigieren. Wenn das Ropebunny allerdings Schmerzen verspürt, ist es normalerweise besser, die Fesselung um die betreffenden Körperteile sofort zu lösen. Im Gegensatz zum Druck auf Nervenbahnen ist der Blutstau normalerweise auch dort, wo er gespürt wird.





Ein weiteres Anzeichen dafür, dass etwas nicht stimmt, ist kalter Schweiß.
Kalter Schweiß ist normalerweise eine Reaktion des Körpers auf eine Vergiftung.
Der Körper versucht dabei, möglichst viele Giftstoffe über die Haut auszuscheiden.
Da dadurch auch eine starke Kühlung (durch Verdunstung) entsteht, fühlt sich der Schweiß und die Haut kalt an.
Die gleiche Reaktion tritt auch bei Erscheinungen auf, die einer Vergiftung ähnlich sind,
zum Beispiel bei Schwindel oder einem Kreislaufzusammenbruch.
In jedem Fall ist kalter Schweiß ein deutliches Anzeichen dafür, dass irgendetwas nicht stimmt!
Hier sollte sofort mit dem Ropebunny kommuniziert und im Zweifelsfall die Session abgebrochen werden!


Um Problemen vorzubeugen, kann es helfen, über den Verlauf von Blut- und Nervenbahnen sowie deren Funktion informiert zu sein.
Deshalb erklären wir kurz,
wofür die wichtigsten Nervenstränge in den Armen zuständig sind und welche Punkte am Körper man meiden sollte, um diese nicht abzuquetschen.

Im Arm befinden sich drei wichtige Nervenstränge.
Ulnar-, Median- und Radialnerv.
Bei den allermeisten Fesselungen werden Seile über die Arme gelegt, die dann diese Nervenstränge abdrücken können.
Je nachdem, welcher dieser Nervenstränge betroffen ist, wird ein anderer Teil der Hand taub. Natürlich gibt es noch viel mehr Nerven im Arm.
Wenn diese allerdings abgeklemmt werden, sind die Auswirkungen normalerweise dicht an der abgeklemmten Stelle zu spüren.

Bei den 3 Hauptnervensträngen hingegen kann beispielsweise ein geklemmter Nerv im Schulterbereich zu einem tauben Gefühl im Daumen führen.
Den ungefähren Verlauf der Nervenbahnen kann man auf dem Bild sehen.
Zum Vergrößern einfach anklicken.
Wenn die Linie gestrichelt ist, heißt das, dass der Nerv aus dem Blickwinkel des Bildes auf der hinteren Seite des Arms, bzw. des Knochens verläuft.


Rot = Radialnerv
Blau = Mediannerv
Grün = Ulnarnerv

Wenn der Radialnerv abgedrückt wird, schläft die obere Seite des Daumens, Zeigefingers,
Mittelfingers und die Hälfte des Ringfingers sowie ein großer Bereich des Handrückens ein.
Die Fingerkuppen und die untere Seite der eben genannten Finger sowie ein großer Bereich des Handtellers wird taub,
wenn der Mediannerv keine Nervenimpulse mehr übertragen kann.
Die andere Hälfte des Ringfingers und der kleine Finger sowie der Rest der Hand schlafen ein,
wenn der Ulnarnerv gestört ist.


Quelle: www.nekobari.com




Arten des Bondage



Arten des Fesselns


Wenn vom Fesseln die Rede ist, dann fallen meist Wörter wie Bondage oder Fesselspiele.
Dabei haben die meisten Menschen schnell ein bestimmtes Szenario im Kopf.
Was dabei gerne vergessen wird ist, dass Bondage für verschiedene Leute eine völlig andere Bedeutung haben kann.
Manchmal fällt dann im Gespräch auf, dass die Vorstellungen eigentlich weit auseinander liegen.
Da gerade die Vielfalt im BDSM-Bereich eine große Rolle spielt
wollen wir hier mal auf die verschiedenen Arten des Fesselns eingehen.
So eine Liste ist natürlich nie vollständig und soll eher einen Ausblick auf die Vielfältigkeit geben.


Zweckmäßiges Bondage

Wenn der Partner einfach nur fixiert werden soll,
in einem romantischen Setting oder weil es gerade für die Szene notwendig ist,
dann geschieht dies oft mit eher einfachen Mitteln.
Auch wenn das Bondage bei BDSM-Praktiken eine sehr große Rolle spielt machen viele nur das Nötigste
um die Fixierung so zu erreichen wie sie gerade gebraucht wird.
Wenn Seile benutzt werden, dann sind diese eher kurz und werden zweckmäßig eingesetzt.
Da kunstvolles Einwickeln hier keine Rolle spielt werden aber auch oft andere Utensilien benutzt,
wie zum Beispiel Handschellen, Ledermanschetten oder was eben gerade zu greifen ist.
Dabei ist allerdings etwas Vorsichtig geboten,
da nicht alles womit man fesseln kann auch wirklich geeignet und sicher ist.
Im Zweifelsfall ist es immer eine gute Idee eine Sicherheitsschere in Reichweite zu haben.


Gefühlvolles Fesseln

Beim Fesseln kann es sehr gefühlvoll und intim werden.
Dies kann noch zusätzlich verstärkt werden,
wenn beide Personen sich völlig und ausschließlich auf den Moment konzentrieren.
Hierfür eignet sich insbesondere alles was nicht schnell geht,
da das Fesseln ausgedehnt werden kann um viel Zeit und Raum für das Miteinander zu geben.
Das Ziel ist weniger das Fertigwerden, sondern eher bestimmte Gefühle beim Fesseln zu vermitteln.
So können langsame Bewegungen wie ein Streicheln sein.
Schnelle Bewegungen mit mehr Kraft hingegen können zusätzlich das Machtverhältnis demonstrieren.
Genauso kann auch ein Moment, von dem an das Wehren nicht mehr möglich ist,
lange aufgebaut und besonders gefühlvoll inszeniert werden.
Eine Lage Seil die sich nach der Anderen enger zieht oder ein Schloss mehr,
dass an Ort und Stelle einschnappt und die Bewegung weiter einschränkt,
kann plötzlich eine ganze Gefühlswelle auslösen und sehr intensiv erlebt werden.


Kampffesseln

Das genaue Gegenteil vom gefühlvollen Fesseln ist wohl das Fesseln in einem Kampf.
Obwohl natürlich auch hier alles einvernehmlich sein muss, wird dies für einen Moment vergessen.
Das Opfer verhält sich so als würde es nicht gefesselt werden wollen.
Besonders reizvoll ist dieses Spiel,
wenn das Opfer körperlich auch wirklich unterlegen ist und sich nicht zurückhalten muss.
Denn je mehr Widerstand gebrochen werden kann, desto höher ist auch das Gefühl der Hilflosigkeit.
Aber auch die psychologische Komponente ist hier nicht zu vernachlässigen.
Da es sich ja um einen spielerischen Kampf mit geplantem Ausgang handelt,
ist es ohnehin schwierig in der Opfer-Rolle die gesamte Kraft freizusetzen.
So kann auch ein eigentlich körperlich überlegenes Opfer am Ende unterliegen.
Im Zweifelsfall können aber vorher auch Handicaps gesetzt werden,
indem zum Beispiel schon vor dem Kampf die Oberarme an den Körper gefesselt,
die Füße zusammengebunden werden oder ähnliches.


Künstlerisches Bondage

Fesseln jeglicher Art können auch einen besonders künstlerischen oder ästhetischen Wert haben.
So kann zum Beispiel ein Opfer sehr aufwändig in Seilen verschnürt sein,
die den Körper betonen oder durch mehr oder weniger komplexe Muster einfach schön anzusehen sind.
Genauso kann aber der Einsatz von einem einzelnen Paar Handschellen auf einem Foto,
zusammen mit dem richtigen Szenario, eine ganze Menge Aussagekraft haben.
Oder es kann mit Seil oder Gewebeband auch Kleidungsstücke für einen besonderen Anlass geschaffen werden.
Die Gründe können genauso verschieden sein wie die Ergebnisse.
Oft ist es allerdings so,
dass sehr viel Zeit in das Schaffen der Werke fliest und kaum Gelegenheit für Intimität oder Gefühle lässt.
Diese entstehen dann aber spätestens beim Betrachten der fertigen Arbeit.
Eine interessante Eigenart des kunstvollen Fesselns ist,
dass die Fesseln oft keinerlei Ausbruchssicherheit bieten und sich teilweise sogar ungewollte von alleine lösen.


Auftritte oder Performances

Im Grunde sind Auftritte auch eine Art von künstlerischem Bondage.
Allerdings weit mehr für den Moment geschaffen.
Denn hierbei wird der Akt des Fesselns sehr hervorgehoben und dramatisiert.
Dies geschieht mit gut abgestimmten Bewegungen, die oft mit Musik und Lichteffekten unterlegt sind.
Ein wenig Schauspielerei ist auch nicht selten und kann den Auftritt noch interessanter gestalten.
Solche Auftritte haben sehr viel Ähnlichkeit zum Tanzen auf einer Bühne
und folgen normalerweise einer vorher eingeübten Choreographie.
Ziel ist es dabei das Publikum mitzureißen und zu unterhalten.
Sehr viel seltener, aber dennoch vorhanden,
sind Performances die nur zwischen den beteiligten stattfinden und ohne Publikum auskommen.
Auch hier sind es zum Beispiel die rhythmischen Bewegungen zur Musik,
die sich bei einem eingespielten Pärchen wie ein Tanz anfühlen können
und das Abtauchen in eine eigene Welt ermöglichen können.


Selfbondage

Zuallererst wirkt Selfbondage auf die meisten Menschen wie ein Ersatz für „richtiges“ Fesseln,
wenn kein Partner zur Verfügung steht.
Dies ist so allerdings nicht richtig.
Zwar kann Selfbondage auch ein Ersatz für das Fesseln mit einem Partner sein,
wird aber von einigen Menschen auch in einer Partnerschaft weiter ausgelegt.
Nicht unbedingt, weil der Partner kein Interesse am Fesseln hat,
sondern weil Selfbondage eine ganz eigene Palette an Anforderungen und Belohnungen darstellt.
Zum einen ist da die Planungsphase.
Eine Selfbondage-Session sollte vor der Durchführung ausgiebig geplant werden.
So eine Planung kann fordernd sein, aber auch Spaß machen und die Vorfreude steigern.
Die Durchführung lässt einem mehr Zeit mit sich selbst,
da die Gedanken nicht von einem Partner abgelenkt werden können.
Ebenso ist der komplette Ablauf manchmal schon im Vorfeld festgelegt
und man kann sich dem dann auch nicht mehr durch geschickte Worte oder Betteln entziehen.
Zusammen mit der Befürchtung, dass doch etwas schief gehen könnte und zu einer unangenehmen Situation führen kann
(Bitte unbedingt einen Sicherheitsschlüssel vorbereiten!),
entsteht hier schnell ein besonders intensiver Nervenkitzel.
Aber auch das Vorbereiten einer Selbstfesselung für den Partner kann reizvoll sein.
Hier muss allerdings immer berücksichtigt werden, dass nicht immer alles nach Plan läuft und der Partner absagen,
sich verspäten oder überraschen Besuch mitbringen könnte.
Bei Online Beziehungen kommt es auch vor,
dass die auszuführende Session vom Partner geplant und eventuell ein Stück weit überwacht wird.

Des Weiteren kann auch im weitesten Sinne auch von Selfbondage gesprochen werden,
wenn jemand eine Fesselung erst an sich selbst, statt am Partner, ausprobiert.
Aber dies ist eher selten damit gemeint.


Zusammenfassung

Wie immer gilt, dass es so viele Variationen wie Menschen gibt.
Es gibt keine klaren, sondern nur fließende Grenzen zwischen den verschiedenen Varianten.
So können fotografische Kunstwerke schnell auch in einer besonders echten und gefühlsintensiven Session entstehen
oder was eben noch romantisch war endet nun in einem kleinen Kampf.
Genauso gibt es auch weitere Szenarien,
in denen die Fesseln als trostspendend oder schützend empfunden werden können, wie eine Umarmung.
Nur weil wir es nicht kennen oder nicht aufgelistet haben bedeutet dies aber nicht,
dass es weniger wertvoll oder intensiv sein kann.
Wir hoffen ihr habt viel Spaß beim Ausprobieren und natürlich beim Fesseln.



Quelle: www.nekobari.com




Begriffe



Was bedeutet was?


Shibari / Kinbaku

Das Wort Shibari stammt aus dem Japanischen und bedeutet so viel wie „Festbinden“ oder „Fesseln“.
Da die ursprüngliche Bedeutung eher „binden“ im Allgemeinen meint (auch im Sinne von Verpflichtungen),
ist in Japan eher das Wort Kinbaku („straffes Festbinden“, „straffes Fesseln“) gebräuchlich.
Mit Kinbaku ist in den westlichen Kulturen allerdings inzwischen eher eine Art des Fesselns gemeint,
die darauf abzielt intensive Emotionen auszulösen.
Von Shibari wird hingegen gesprochen, wenn es sich um ästhetische bzw. kunstvolle Fesselungen handelt.
In Amerika wird auch von „Japan-Bondage“ gesprochen.
Durch die immer stärker werdende Globalisierung ist diese Unterscheidung auch zunehmend in Japan bekannt,
auch wenn sie dort sprachlich nicht ihren Ursprung hat.

Die Kunst von Shibari oder Kinbaku wurde aus dem sogenannten Hojojutsu entwickelt,
welches besonders im japanischen Mittelalter von Militär und Polizei benutzt wurde.
Im Gegensatz zum Hojojutsu ist Shibari allerdings direkt für erotische Fesselungen gedacht.
Der japanischen Kultur entsprechend ist nicht nur die Funktionalität entscheidend,
sondern auch eine besondere Ästhetik gewünscht.
Durch kulturellen Austausch vermischen sich allerdings auch verschiedene Stile,
sodass viele Bondage-Künstler von sich selbst auch oft einfach sagen,
dass sie Bondage angelehnt an den japanischen Stil machen.


Suspension

Wenn eine Person ganz oder zumindest teilweise an Seilen in die Luft gehangen wird,
spricht man von einer Suspension, bzw. Teil-Suspension.
Das Wort leitet sich aus dem Englischen von „to suspend sth.“, also „etwas aufhängen“,
ab und kann wohl am besten einfach mit Aufhängung übersetzt werden.

Da Suspension oft sehr eindrucksvoll und kompliziert wirken,
streben viele Menschen an, eigene Suspension durchzuführen.

Da diese Praktik aber sehr viele Gefahrenquellen beinhaltet und sogar schnell lebensgefährlich werden kann,
sollte sie nur von Personen durchgeführt werden, die extrem sicher im Umgang mit Bondage sind,
und selbst dann möglichst nur im Beisein von anderen Personen,
die helfen können, falls doch mal etwas schiefläuft.

Bei einer vollen Suspension vergeht beim Losbinden meist einige Zeit,
bevor das Ropebunny wieder festen Boden unter den Füßen hat.
Dies ist sehr kritisch, wenn Schmerzen auftreten oder das Ropebunny Kreislaufprobleme bekommt.
Aber selbst, wenn nur ein Körperteil in der Luft hängt,
kann dies schnell kritisch werden, wenn das Ropebunny ohnmächtig zu werden droht.

Aufgrund des Schweregrades wird die volle Suspension auch manchmal als Königsdisziplin bezeichnet.
Viele Ropebunnies wollen auch unbedingt einmal „in Seilen fliegen“.
Dadurch entsteht der Eindruck, dass eine Suspension eine besonders erstrebenswerte Sache sei,
die man unbedingt erreichen sollte.
Allerdings ist eine Suspension nicht die einzige Möglichkeit, starke Gefühle im Ropebunny hervorzurufen.
Dadurch kann ein Ropebunny auch am Boden zum „Fliegen“ gebracht werden.
Dies ist dann deutlich sicherer und kann auch mehr genossen werden,
da nur die wenigsten Ropebunnies eine Suspension mehr als wenige Minuten durchhalten.


Ropebunny

Als Ropebunny wird eine Person bezeichnet, die sich fesseln lässt.
Dabei ist es vollkommen gleichgültig ob die Person männlich oder weiblich ist.
Da der Begriff von einigen Personen auch abwertend verstanden wird,
sind auch Begriffe wie „Modell“ bzw. englisch „Model“ oder einfach Fesselpartner/in üblich.
Das Wort Ropebunny leitet sich von dem Begriff „Bunny“, für ein Modell bei Fotoshootings, ab.
Gemeint ist also einfach eine Person die sich für Bondage bereitstellt und sich (gerne) mit Seil fesseln lässt.


Quelle: www.nekobari.com